Die klassenlose Gesellschaft ;)

Der EMU-Stammtisch

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meggele
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Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:Ich hätte gerne mal den Nachweis, daß die Einführung der 35h Woche auch nur einen Arbeitsplatz zusätzlich geschaffen hat.
Frag mal andersrum: es sind sicherlich zigtausende, die dadurch vernichtet wurden.
Es endet immer gleich.
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Anja
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Beitrag von Anja »

DragAttack hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Wenn jemand jung ist und keinen Job findet, hat er wenig bis nix eingezahlt. Wenn jemand Mitte zwanzig keinen Job findet, ist es keine Perspektive ihm Hobbies zu suchen - vor allem: von welchem Geld soll Hartz IV gezahlt werden?
Ich sprach immer und ausdrücklich von denen, wo absehbar keine Aussicht besteht. Das dürfte in dem Fall nicht gegeben sein.
Das hängt davon ab, wie man da Zeiträume definiert. Jung, ohne (gute) Ausbildung, evtl. schlechte Lese- und Schreibkenntnisse - da stehen die Chancen nicht gut. Auf keinen Fall auf eine dauerhafte Beschäftigung.

Und die wirkliche Arbeitslosenquote von Akademikern direkt nach dem Studium ist ja leider nicht erfaßbar.

Anja
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DragAttack
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Beitrag von DragAttack »

meggele hat geschrieben:Ja klar... Aber selbst bei Dingen wie Unternehmenssteuern gibt's keine Klarheit, was optimal ist.
Das Optimalität in komplexen Systhemen möglich ist, wage ich grundsätzlich zu bezweifeln :hammer
Auf welcher Basis sollte ein Staat einem privatwirtschaftlichen Unternehmer vorschreiben wollen, wann er wen einzustellen hat? Absurd ist viel zu schwach dafür, das ist irre.

Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).

Gruß Torsten
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt.


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meggele
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Beitrag von meggele »

DragAttack hat geschrieben:Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).
Geht nicht ohne Subventionen.

Das einzige, was der Staat generell machen könnte, ist, die (arbeitgeberseitigen) Lohnnebenkosten zu senken, damit die Gesamtbruttosumme für den Arbeitgeber niedriger wird. Aber allzu große Effekte sind das nicht.
Es endet immer gleich.
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drullse
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Beitrag von drullse »

DragAttack hat geschrieben:Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).

Gruß Torsten
Eine der Grundlagen unternehmerischen Handelns ist das Streben nach Gewinn(maximierung). Wenn ich also die Gegebenheiten ändere (was der Staat im Übrigen schon oft in diese Richtung getan hat), dann laufe ich immer Gefahr, dass der Unternehmer sich einfach mehr Gewinn gönnt (was im übrigen bisher auch meistens der Fall war).
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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drullse
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Beitrag von drullse »

meggele hat geschrieben:Geht nicht ohne Subventionen.
Kurze Frage Herr Lehrer: "WER SOLL DAS BEZAHLEN???"

Das einzige, was der Staat generell machen könnte, ist, die (arbeitgeberseitigen) Lohnnebenkosten zu senken, damit die Gesamtbruttosumme für den Arbeitgeber niedriger wird. Aber allzu große Effekte sind das nicht.
Siehe mein Posting vorher...
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
powermanpapa
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Beitrag von powermanpapa »

DragAttack hat geschrieben:
meggele hat geschrieben:Ja klar... Aber selbst bei Dingen wie Unternehmenssteuern gibt's keine Klarheit, was optimal ist.
Das Optimalität in komplexen Systhemen möglich ist, wage ich grundsätzlich zu bezweifeln :hammer
Auf welcher Basis sollte ein Staat einem privatwirtschaftlichen Unternehmer vorschreiben wollen, wann er wen einzustellen hat? Absurd ist viel zu schwach dafür, das ist irre.

Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).

Gruß Torsten
du wirst es nieee verstehen, das hat mit Mathe nix zu tun

ich hab in ner Zeit wo´s noch genügend Arbeit war, auch 230-250h/mon gearbeitet

Die Arbeit wäre Nicht durch Teilung zu machen gewesen

Ich war nicht scharf drauf, Freizeit gabs keine und von 30 Tagen Urlaub hab ich mir 20 auszahlen lassen

Es gab aber keine andere Wahl

Die Auftraggeber hätten die Projekte auf die doppelte Zeit verlängern müssen, es hätte 2 absolut gleich fähige das Projekt bearbeiten müssen

und das gibt nur theoretisch, mathematisch :tomtiger
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Tom Tiger
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Beitrag von Tom Tiger »

DragAttack hat geschrieben:Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).
4 Leute brauchen 4 Arbeitsplätze, 5 Leute deren 5. Wenn genügend Platz vorhanden ist mag das noch gehen. Wenn Du aber deswegen neue Büros dazu mieten musst, die ganze Infrastruktur dafür einkaufen/installieren musst, dann geht recht schnell mal mehr als ein Jahressalär dafür drauf. Einem Grossbetrieb macht das vielleicht weniger Probleme, doch bei einem Kleinbetrieb fällt das schon recht ins Gewicht.
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Anja
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Beitrag von Anja »

Tom Tiger hat geschrieben:
DragAttack hat geschrieben:Er soll nicht vorschreiben, er soll die Spielregeln so gestalten, dass es sich für den Unternehmer frühzeitig lohnt einzustellen (5*40 vs 4*50).
4 Leute brauchen 4 Arbeitsplätze, 5 Leute deren 5. Wenn genügend Platz vorhanden ist mag das noch gehen. Wenn Du aber deswegen neue Büros dazu mieten musst, die ganze Infrastruktur dafür einkaufen/installieren musst, dann geht recht schnell mal mehr als ein Jahressalär dafür drauf. Einem Grossbetrieb macht das vielleicht weniger Probleme, doch bei einem Kleinbetrieb fällt das schon recht ins Gewicht.
Ja, das ist ja auch noch ein wichtiger Punkt.

Es ist ja nicht so, daß ich mir nicht wünschen würde, daß Vollbeschäftigung ist oder sogar mehr Arbeitsplätze als Bewerber... meine Erfahrungen zeigen jedoch einfach, daß es momentan nicht machbar ist und solange keine Lösungen in Sicht sind, die realitätstauglich sind, macht es für mich keinen Sinn Elfenbeinturmtheorien zu spinnen.

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Beitrag von MöMö »

Anja hat geschrieben:Wieviele Autos kauft ein AL II-Bezieher? Wie oft geht er zum Friseur? Wie oft kleidet er sich neu ein? Wie viele Bücher, CDs, Zeitungen kauft er? Wie hochwertig (und damit auch gesund) ist seine Ernährung? Wie gut seine gesundheitliche Versorgung? Wieviel Förderung kann er seinen Kindern angedeihen lassen? Wie oft verreist er? Wie oft richtet er seinen Haushalt neu ein? etc.
Wenig. Aber: Wir leben zum Großteil vom Export. In einer abgeschotteten Wirtschaft ist diese Argumentation schlüssig. Aber nicht auf dem Weltmarkt.
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Beitrag von MöMö »

DragAttack hat geschrieben:Ich habe keine Lösung - aber wenn ich dich schon überzeugt habe, dass in anbetracht von Arbeitslosigkeit Überstunden einen Missstand darstellen, dass Anreize geschaffen werden müssen, fünf Angestellte 40h/Woche statt vier Angestellte 50h/Woche zu beschäftigen, dann sind wir schon zwei Köpfe, die sich lösungen überlegen könnten :cheer
Die Rechnung ist richtig, wenn man ausschließlich die direkten Lohkosten betrachtet. Aber: Jeder weitere MA kostet mehr Bürofläche, mehr Verwaltungsaufwand, eventuell sind zusätzliche Auflagen einzuhalten, weil die Betriebsgröße an irgendeine Grenze stößt, etc. Und das alles ohne eine Stunde mehr Leistung!! Denn der Chef kann dem Kunden nach wie vor nur die Arbeit von 200 Stunden verkaufen!!!
Für den Chef wird erst dann ein Schuh draus, wenn er mit einem mehr mehr erreicht. Er weiß auch, daß ein Mitarbeiter nicht tagtäglich 12 Stunden so effektiv (pro Zeiteinheit) sein kann, wie 8 Stunden, da die Konzentration nachläßt. Dann lohnt sich das.
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Beitrag von MöMö »

kaiseravb hat geschrieben:kosten:
wenn das system diesen zustand zu beenden versucht, indem es diesem bevölkerungsanteil mittel zum konsumieren gibt, die es sich selbst entzieht, wird es immer teurer werden. nur wenn der bevölkerungsanteil an der zum konsum erforderlichen mehrwerterzeugung selbst beteiligt werden kann, wird es billiger.
Bist Du ein Klon von meggele?
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Beitrag von MöMö »

DragAttack hat geschrieben:Würde man ihr 5.000€ jährlich vom Lohn abziehen, so betrüge ihre Nettoeinbuße 169€/Monat. So schlimm?
Kampa wäre stinksauer und demotiviert. Und: Wie soll sie mit weniger Geld (mehr) konsumieren, fürs Alter vorsorgen, immer höhere Eigenleistungen in der Gesundheitsversorgung aufbringen, in die Ausbildung ihrer Kinder investieren???
DragAttack hat geschrieben:Hinzu kommt, würde dieses im großen Stile betrieben, so bräuchten weniger Steuergelder für Sozialleistungen ausgegeben aufgebracht werden...
Naja, nicht alles. Einiges an Sozialleistungen wird durch Beitragszahlungen in die Sozial"versicherung" aufgebracht...
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Beitrag von MöMö »

thilo69 hat geschrieben:Warum nun das? Ich hätte sogar vermutet, dass zwei halbe Mitarbeiter sogar mehr Leistung erbringen, wie ein ganzer Mitarbeiter.

Ich kenne jemanden, der behauptet, und ich glaube ihm das, dass er bei einer 20 Stunden-Stelle 75% von der Leistung eines 40 Stunden-Angestellten bringt, weil er einfach frischer ist. Ist doch beim Sport das Gleiche. Wenn ich meine HM-Zeit mal zwei nehme, habe ich auch eine bessere Zeit als beim Marathon!
Bestätigung. Gerade halbtags arbeitende Mütter sind ein gutes Beispiel. Die trinken weniger Kaffee und telefonieren weniger und surfen weniger im Netz, weil sie ihren Job machen wollen und dann schnell wieder nach Hause kommen möchten.
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Beitrag von MöMö »

drullse hat geschrieben:
kaiseravb hat geschrieben:übrigens halte ich diese riesengewerkschaften durchaus für teil des übels. ist nämlich auch nix anderes als ein monopol.
Abschaffung der Gewerkschaften?

Mehr Arbeitslose!
Sicher? Ich betrachte die als ein Grundübel in diesem Lande.
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