Halbtagsjob

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crema-catalana
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Halbtagsjob

Beitrag von crema-catalana »

Hallo EMUs,

ich habe es in meinem Blog wohl schon mal erwähnt - ich suche ab Frühjahr einen Halbtagsjob. :pc Da ich seit bald 13 Jahren selbständig bin, bin ich bewerbungstechnisch etwas aus der Übung. :???:
Mein Problem: wie erkläre ich meine Motivation, mich aus der Selbständigkeit heraus auf einen Job zu bewerben, für den ich ggf. überqualifiziert bin. :bigfoot
Durch die Krebserkrankung hatte ich ja die Gelegenheit, über mein Leben nachzudenken :censored und den Selbstverwirklichungstrip in Arbeit brauche ich nicht mehr. Sondern einen Job, wo ich zumindest so viel verdiene, dass der Kühlschrank gefüllt werden kann.
Ich bin nicht auf Grafikdesign oder Marketing festgelegt, denke, dass ich mich in fast alles einarbeiten kann.
Nur: wie formuliert man das "arbeitgebergerecht"??? Von Krankheit will da sicher keiner was wissen.

Ich bin dankbar für jeden guten Tipp!!! :tomtiger
swim, bike, run, eat, drink, fun - ich liebe alles!

Mitlesen, leiden, lachen und lästern: Urmels Alltags- und Trainingsgeschichten
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la_gune
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von la_gune »

Falls das noch aktuell ist:

Hast Du mal unter dem Begriff "Co-Working" und "Bürogemeinschaft" gesucht. Die suchen gerade in der Branche der "Kreativen" oft noch Leute, manchmal auch nur zeitweise.

Wenn Du aber was richtig festes suchst würde ich das in der Bewerbung ähnlich formulieren, wie Du es im Text oben getan hast.
"Nach einer ca einjährigen Auszeit kam ich zu dem Entschluß aus der Selbstständigkeit heraus wieder in eine geregelte Tatigkeit zu gehen." (so ein erster Versuch der Formulierung...) Den Rest kann man dann im Gespräch klären. Und warum sollte eine gut überstandene Krebserkrankung einen Arbeitgeber nicht interessieren ? Aber das muß man vom Gesprächspartner abhängig machen. Erst mal nicht zu viel preisgeben, nur sich gut verkaufen. :smokin:
Kennst Du jemanden aus dem Bereich Marketing ? Die können tolle Lebensläufe und Bewerbungen schreiben ! :ja ;)
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Thorsten
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von Thorsten »

la_gune hat geschrieben:Wenn Du aber was richtig festes suchst würde ich das in der Bewerbung ähnlich formulieren, wie Du es im Text oben getan hast.
"Nach einer ca einjährigen Auszeit kam ich zu dem Entschluß aus der Selbstständigkeit heraus wieder in eine geregelte Tatigkeit zu gehen." (so ein erster Versuch der Formulierung...)
Das Wort würde ich nicht nehmen. Das impliziert eine ungeregelte (=chaotische) Arbeitsweise bislang und bringt den Empfänger in das Licht, dass es bei ihm "gemütlich" zugeht.
Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
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chris.fall
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von chris.fall »

Moin,
crema-catalana hat geschrieben: Mein Problem: wie erkläre ich meine Motivation, mich aus der Selbständigkeit heraus auf einen Job zu bewerben, für den ich ggf. überqualifiziert bin. :bigfoot
ich würde Deine Erkrankung auch nicht erwähnen. Trotzdem sollte man so dicht wie möglich bei der Wahrheit bleiben, um glaubwürdig zu bleiben. Gute Personaler erkennen Flitzpiepen, die das blaue vom Himmer runterlügen. Ich würde einfach sagen wie es ist, und das ganze verbal etwas aufplustern. So als Vorschlag: "Nach dreizehn Jahren erfolgreicher Selbstständigkeit soll die Arbeit nicht mehr mein alleiniger Lebensmittelpunkt sein... blabla ... Für die angeoboten Stelle bin ich durch meine bisherige Tätigkeit besonders qualifiziert, da ... bla bla ..." Denn Deine bisher erfolgreiche(!!!) Selbstständigkeit hat ja wohl einiges mehr gefordert als "nur Pixel zu schubsen", Du hast damit u.a. folgende gerne gesehene Qualifikationen unter Beweis gestellt: Belastbarkeit, Flexibilität, Kundenorientierung, Termintreue, "Organistaionstalent", Kostendenken usw. usw.


Viele Grüße,

Christian
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drullse
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von drullse »

chris.fall hat geschrieben:Denn Deine bisher erfolgreiche(!!!) Selbstständigkeit hat ja wohl einiges mehr gefordert als "nur Pixel zu schubsen", Du hast damit u.a. folgende gerne gesehene Qualifikationen unter Beweis gestellt: Belastbarkeit, Flexibilität, Kundenorientierung, Termintreue, "Organistaionstalent", Kostendenken usw. usw.
Wie beweise ich, das sie erfolgreich war? Kann ja auch das genaue Gegenteil gewesen sein und jetzt geht es einfach nicht mehr weiter.

IMHO kannst Du schreiben was Du willst, wenn man Dich falsch verstehen will, wird man das tun.
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Wagnerli
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von Wagnerli »

drullse hat geschrieben:
chris.fall hat geschrieben:Denn Deine bisher erfolgreiche(!!!) Selbstständigkeit hat ja wohl einiges mehr gefordert als "nur Pixel zu schubsen", Du hast damit u.a. folgende gerne gesehene Qualifikationen unter Beweis gestellt: Belastbarkeit, Flexibilität, Kundenorientierung, Termintreue, "Organistaionstalent", Kostendenken usw. usw.
Wie beweise ich, das sie erfolgreich war? Kann ja auch das genaue Gegenteil gewesen sein und jetzt geht es einfach nicht mehr weiter.

IMHO kannst Du schreiben was Du willst, wenn man Dich falsch verstehen will, wird man das tun.
Crema hat ihre eigene Eissorte im Kühlregal. :ja
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chris.fall
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von chris.fall »

Moin,
drullse hat geschrieben: Wie beweise ich, das sie erfolgreich war?
dreizehn Jahre Selbständigkeit sind IMHO schon mal ein großer Erfolg. Vier von fünf Existenzgründungen gehen in sehr kurzer Zeit wieder den Bach runter.
Kann ja auch das genaue Gegenteil gewesen sein und jetzt geht es einfach nicht mehr weiter.

IMHO kannst Du schreiben was Du willst, wenn man Dich falsch verstehen will, wird man das tun.
Das Patentrezept, das 100% zu einem Vorstellungsgespräch führt, gibt es eh nicht. Deswegen ja möglichst dicht bei der Wahrheit bleibne. Und wenn schon das Bewerbungsschreiben nicht zu einem Vorstellungsgespräch führt, passen die beiden Parteien wohl auch nicht zueinander....

Unsere Assistentin der Geschäftsführung war vorher auch lange selbständig, arbeitet halbtags, und ohne sie wären wir aufgeschmissen, sie schmeisst den halben Laden!

Viele Grüße,

Christian
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la_gune
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Re: Halbtagsjob

Beitrag von la_gune »

VOR einem Bewerbungsschreiben besser schon mal Telefonkontakt suchen. Crema hat eine sehr sympathische Natur und kann so schon vor dem Anschreiben einen positiven Eindruck hinterlassen und sich im Anschreiben auf das Telefonat mit Herrn/Frau XYZ beziehen. Da kann man vielleicht auch schon eine Tendenz erkennen, wie es um die Stelle steht (eigentlich kein Interesse an weiteren Bewerbern / bisher noch keine Bewerber / etc) und sie kann vielleicht auch schon mal abchecken, welche Qualifikation _wirklich_ benötigt wird. Am besten ist aber, wenn man was über "Vitamin B" findet. Das passt meistens am besten.

BTW: Wenn Du gute französische Sprachkenntnisse hast kann ich ja mal meinen Chef fragen. Jetzt, wo ich schon 1-2 Aufträge an Land gezogen habe wird es eigentlich dringend Zeit für eine Expansion hier in Deutschland ! :applaus
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