Ich kann Dich gar nicht persönlich meinen, kenne ich Dich und Deine Situation doch gar nicht.Nils hat geschrieben:Wie soll ich deine Worte denn sonst nehmen? Lösungsorientiert waren sie nicht...was war der gute Grund für solch einen Satzcaptainbeefheart hat geschrieben: Ist weder persönlich gemeint,
"und ziehen nicht nur den Präsenzstiefel irgendwie durch."?
Die absolute Mehrheit der Kollegen reisst sich gerade den Allerwertesten auf...
Ich habe eine Situationsbeschreibung gegeben. Wenn Du einen guten Einfall hast, wie ich das Dilemma auflösen kann, dann bin ich für konstruktive Vorschläge gerne bereit.captainbeefheart hat geschrieben: Jammern hilft aber auch nicht, auch wenn es gut tut.
Aber mit so einem allgemeingültigen Blabla kann ich in der momentanen Situation gar nix anfangen...
Ich kann meine Beobachtung wiedergeben, aus zwei Schulsystemen und wie sie die Situationen handhaben. In der einen Schule bin ich zudem im Arbeitskreis Didaktik und nachdem diese Schule in einem Verbund ist, habe ich auch Einblick in die Partnerschulen.
Es zeigen sich in meiner Beobachtung 2 grundlegende Ausprägungen von Lehrern: Solche, die sich den Allerwertesten aufreißen, wie Du beschreibst, innovativ sind, spannende, effektive und humorvolle Didaktik einbringen - auch in den jetzt beschissenen Rahmenbedingungen. Und solche, denen das am Allerwertesten vorbei geht und die einfach nur ihren Präsenzstiefel irgendwie übertragen wollen. Und natürlich der Bereich dazwischen. Das ist, was ich geschrieben habe.
Und da geht teilweise echt die Post ab, das ist keineswegs einfach nur so, dass „Fernunterricht scheisse“ ist, was ja meinen Widerspruch hervorgerufen hat. Da sehe ich, dass Schüler und Lehrer gleichermaßen erste Schritte im didaktischen Neuland gehen, natürlich auch Fehler machen und teilweise wirklich komische Situationen entstehen. Eine von mir mit-moderierte Zoom Session, um dem Lehrer und den Schülern dieses Tool nahe zu bringen, war ein Beispiel dafür, wir haben uns teilweise ob der Situationskomik schlapp gelacht. Ein weiteres Beispiel die Buchvorstellungs-Challenge der Zweitklässler, unfassbar was da auf den drei- bis fünfminütigen Videos gesprochen, gesungen, gemalt, dargestellt - und natürlich auch vorgelesen wurde. Mit jedem Video wurde noch einer draufgepackt. So eine Dynamik wäre vermutlich in der Präsenz gar nicht entstanden. Und ja, technisch wurde sich gegenseitig geholfen, wenn es nicht die richtige Ausstattung gegeben hat.
Ich bleib dabei: Fernunterricht bietet Chancen und ist nicht nur scheisse.