Seite 1 von 1

Lauf- und Radtraining vom Schwimmen ableiten?

Verfasst: 09 Feb 2006 12:34
von pete-131313
Alle Schwimmer dieser Erde predigen, dass Lauf- oder Radtraining nicht auf das Schwimmen übertragen werden können, sondern vielmehr, dass man Intervalle machen müsse.

Nun gibt es das Intervall-Konzept ja auch beim Laufen oder Radfahren. Trotzdem sind Schwimm-Intervalle anders. Beim Schwimmen wird z.B. geschwommen: 10x100m in 1:45 ab alle 2min.

Eine wesentliche Besonderheit ist, dass dann 15 Sekunden absolute Ruhe am Beckenrand stattfinden.

Beim Laufen oder Radeln macht man weiter, oft eine bestimmte Strecke (z.B. eine 400m-Runde), um dann das nächste Intervall anzugehen. Warum steigt man nicht vom Rad, lehnt es an die Hauswand und fährt eine Minute später wieder los?

Oder anders: Warum schwimmt man nicht weiter, z.B. eine lockere 25m-Bahn und geht dann die nächsten 100m intensiv an?

Gibt´s dafür einen anderen Grund außer: Das ist halt so?

Re: Lauf- und Radtraining vom Schwimmen ableiten?

Verfasst: 09 Feb 2006 12:42
von meggele
pete-131313 hat geschrieben:Oder anders: Warum schwimmt man nicht weiter, z.B. eine lockere 25m-Bahn und geht dann die nächsten 100m intensiv an?

Gibt´s dafür einen anderen Grund außer: Das ist halt so?
:D Beim radeln/laufen ist die muskulaere Gesamtbelastung hoeher, so dass das Muskeln lockern/Laktat abbauen viel wichtiger ist als beim Schwimmen, wo offensichtlich schlichtes ausruhen reicht. Da nun ja aber Laktat in der Bewegung schneller als in Ruhe abgebaut wird, hat man sich genau das ueberlegt - locker schwimmen statt Pause. Ich hab da letztes Jahr ne Studie zu gelesen und da wurden mit lockerem Schwimmen keine Zeitverbesserungen erzielt, die waren glaub ich sogar alle etwas langsamer.
Ob das jetzt ne Erklaerung ist...

Re: Lauf- und Radtraining vom Schwimmen ableiten?

Verfasst: 09 Feb 2006 12:43
von keko
Beim Schwimmen kannst du im Wettkampf höhere Intensitäten verkraften, deshalb das viele Intervalltraining. Wenn du Pausen machst, kannst du noch härter bzw. schneller schwimmen, deshalb die Pausen.

Es hindert dich keiner 100 schnell, 100 langsam oder so was zu schwimmen. Gerade für Triathleten ist das empfehlenswert, weil man bei einem Seeschwimmen ja auch oft die Intensität wechselt. Bei einem Schwimmwettkampf im Becken schwimmt man ja meist mit gleich hoher Intensität. Im See weniger (Start, Boje, etc.).

Also ruhig mal 75 volle Pulle und 25 locker im Anschluß. Oder längere Strecke im Wechsel. Spezialschwimmer machen das auch bis zum Kotzen.