Happy Birthday Lemmy!!!

An neue EMUs, an Frühaufsteher, Langschläfer und Nachteulen

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drullse
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Happy Birthday Lemmy!!!

Beitrag von drullse »

Alte Knarzwarze, 60 Jahre und kein bisschen leise!

All the best!

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vb_man
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Beitrag von vb_man »

60 wird der Pursche schon?
Seine Musik ist zwar nicht so ganz meine Richtung, aber der Typ ist ziemlich authentisch.
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drullse
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Beitrag von drullse »

Das Lustige ist ja, dass er vor 25 Jahren eigentlich genauso aussah wie heute...

Alkohol konserviert eben doch.

Und zur Mucke: Motörheadbanger seit meiner ersten selbstgekauften LP - und das war "No sleep 'til Hammersmith" im Jahre 1981!
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Keiner_Da
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Beitrag von Keiner_Da »

drullse hat geschrieben:Und zur Mucke: Motörheadbanger seit meiner ersten selbstgekauften LP - und das war "No sleep 'til Hammersmith" im Jahre 1981!
Die hatte ich damals auch gekauft :yo:
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Nils
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Beitrag von Nils »

Motörhead war auch meiner erste LP. Aber so richtig gut fand ich die eigentlich nie... :blush
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drullse
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Beitrag von drullse »

Lemmy Kilmister - Eisenteddy
Von Dietmar Dath

23. Dezember 2005

Hätten Fabrikschlote Manieren, würden sie sich vor diesem Mann verbeugen, wenn er vorbeigeht. Er ist ihr schwarzer, ölglänzender Schutzengel, mit strähnig langem Haupthaar, kuschelbärenhaftem Schmuseblick, Schnapsgurglerstimme und mächtiger Backenwarze; das menschgewordene Industriezeitalter: laut, stolz, schmutzig, irrwitzig produktiv und selbst mit maximal dosiertem Gift nicht totzukriegen. Seine Freunde nennen ihn Lemmy; seine Feinde hat er alle überlebt.

Von Beruf spielt der am Heiligen Abend 1945 im englischen Stoke-on-Trent als Ian Fraser Kilmister Geborene seit dreißig Jahren die elektrische Baßgitarre in der von ihm gegründeten, sehr lauten und sehr guten Rock'n'Roll-Band „Motörhead” und singt dazu selbstverfaßte, gut durchgebratene Gedichte über Tod, Hunde, Priesterbetrug, Verräter, Bomber und wahnsinnig schnelle Lokomotiven, die keine Gleise brauchen. Ein Kind soll er nur ungern gewesen sein; seit er sich rasieren kann, weiß er, worum es im Leben geht: „Ich besaß eine Farm in Wales mit zwei Hengsten, die ich für 34 Pfund gekauft und selbst zugeritten hatte. Dann hörte ich Little Richard, verkaufte die Pferde, und los ging's.”

1967 traf Lemmy in London ein, wohnte alsbald im Haus der Mutter des späteren „Rolling Stones”-Gitarristen Ron Wood und arbeitete als Tournee-Hilfskraft bei Jimi Hendrix: „Ich trug Sachen durch die Gegend und beschaffte LSD.” Im August 1971 stieß er zu den windschnittigen psychedelischen Dröhnwölfen von „Hawkwind”, weil deren Bassist Dave Anderson zu einem Open-air-Auftritt nicht erschienen war. Aus dieser Zeit, heißt es, stammt auch der Vorname, unter dem man ihn kennt - er sei recht häufig beim Manager vorstellig geworden und habe mit den Worten „Lemmy (=lend me) a quid 'til friday” um Vorschüsse ersucht. Eine Drogenaffäre an der kanadischen Grenze führte zum fristlosen Hinauswurf durch die „Hawkwind”-Geschäftsleitung.

„Motörhead” war der Titel einer Single-B-Seite für „Hawkwind” gewesen, die er geschrieben hatte; jetzt wurde daraus der Name seiner eigenen Band, deren 1975 breit publizierter Vorsatz, „lärmend und gemein” zu sein, laut einer ersten Kritik im „New Musical Express” zwar zunächst bloß die „schlechteste Band der Welt” zur Folge hatte, in den folgenden drei Jahrzehnten aber rund zwei Dutzend Platten und unzählige Konzerte erzwang, auf die Menschen mit Herz, Verstand, Geschmack und guten Nerven, die von solchen Sachen etwas verstehen, ungern verzichtet hätten. Ganze Rock-Untergattungen und philosophische Schulen der höheren Ungezogenheit, vom sogenannten „Grebo”-Stil bis zur stutenbissigen Ausgelassenheit der „Girlschool”-Variante des Frauenrocks, dürfen sich auf Lemmys Lebenswerk berufen.

Ansichten darüber, welche denn nun die beste „Motörhead”-Platte sei, gibt es so viele wie Interpretationen der Quantenphysik - Kenner nennen „Ace of Spades” von 1980, nicht wenige verehren „No Sleep Till Hammersmith”, eine erhabene Live-Aufnahme von 1981, die es unfaßbarerweise bis auf den ersten Platz der englischen Charts geschafft hat, aber selbst die eher späten Perlen „Orgasmatron” (1986) und „Rock'n'Roll” (1987) werden von vielen geliebt. Das eigentliche proprium Kilmisters und seiner wechselnden Helfer sind und bleiben freilich die Bühnenauftritte, traditionell mit der bescheidenen Selbstvorstellung „We are ,Motörhead', we play Rock'n'Roll” eröffnet.

Wer in dunklen bauchigen Hallen oder unter freiem Himmel Stücke wie „Overkill”, ein Geschwindigkeitsmonster, das selbst den disziplinierten Musikern von „Metallica” beim Nachspielen hörbar Probleme bereitet, oder die grollende Lavabrühe „Orgasmatron” gehört hat, bleibt für den Rest des Lebens davon gezeichnet: Extremster Krach, lernt man da, kann sich anfühlen wie Baden in warmer Milch.

Wenn Lemmy Kilmister, der heute sechzig Jahre alt wird, eines traurigen Tages abtritt, wird er's mit einer gütig wegwerfenden Geste tun, die sagt: Macht euren Dreck fortan alleine. Wir werden es kaum schaffen; nicht auch nur halb so herrlich dreckig.
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drullse
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Beitrag von drullse »

"Nachdem Lemmy im letzten Jahr vollkommen dehydriert zusammengebrochen war, konnte ihm sein Management zumindest die offizielle Zusage abringen, in Zukunft seinen Jack Daniels mit Eiswürfeln zu genießen."

:D :D :D
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