vb_man hat geschrieben:Wenn die beiden Kollegen keinen Sport getrieben hätten und statt dessen Chips essend und Bier trinkend auf der Couch gesessen hätten, dann wären Sie vielleich schon vor 5 Jahren an einer Zivilisationskrankheit gestorben und hätten währen ihres Siechtums die Krankenkassen belastet.
Bin grundsätzlich deiner Meinung, die Argumentation ist IMO jedoch zu einfach. Glaube nicht, dass sich die Aussage, dass die beiden Gestorbenen ohne sport wahrscheinlich schon früher an was anderem gestorben wären haltbar ist. Vielmehr müßte man argumentieren, dass statistisch von den 20000 überlebenden ohne Sport soundsoviele in der vergangenheit an bewegungsmangel gestorben wären.
Für die hinterbliebenden ist das natürlich kein Trost.
Gruß Torsten
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt.
Meine Frau hat heute mittag mit einer Nachbarin gesprochen, die auch beim Stuttgart-Lauf dabei war und eine Arbeitskollegin von der Frau ist, deren Mann am Sonntag gestorben ist (habt ihr den Satz alle kapiert??).
Er war auf 1:40 gemeldet und wäre das wohl auch gelaufen. Hatte noch nie was ernsthaftes, immer sportlich, schlank und fit. Eine Autopsie soll jetzt klären warum er gestorben ist. Hat sich morgens noch freudig daheim verabschiedet, ist zum Start und das war´s dann
Zu dem Schock kommen noch 2 kleine Kinder und ein kürzlich gekauftes Haus dazu
Mein Physiotherapeut erzählte mir (im Hinblick auf Sportärzte in Berlin), dass er von Wiili Heepe und dem Sportmedizinischen Dienst (die hängen eng mit dem SCC zusammen und betreuen den Marathon) nichts hält. Dem stimme ich uneingeschränkt zu, da ich dort selbst schon mehrere negative Erfahrungen gemacht hab.
Nun aber zum eigentlichen: Heepe hat damals bei seinem Vater vor dem Marathon kein Blut abgenommen, obwohl der sich schlecht fühlte, Ruhe verschrieben und ihn starten lassen. 10m vor dem Ziel ist er umgekippt und war tot. 1986 war das und schlagartig wußte ich, warum mir der Name meines Therapeuten so bekannt vor kam... Das ist sein Sohn und direkt neben seinem Vater bin ich damals bei meinem ersten Marathon ins Ziel gerannt. Was da passiert ist, habe ich erst abends im Fernsehen gesehen und mich dann nicht mehr so gefreut, dass ich auf allen Kanälen und ständig im TV zu sehen war...
hier im Nachbarort hat sich ein Biesttal-Runner nach dem Lauftraining ins Auto gesetzt und ist nicht mehr losgefahren. Irgendwann hat sich einer gewundert und geguckt. War nix mehr zu machen...
Der Läufer hatte nen Herzfehler und wusste das auch
... und denkt immer daran: Das Licht am Ende des Tunnels kann auch ein Idiot mit ner Kerze sein...
Hardcore Doping: Cappucino Redbull
Ein Arbeitskollege war beim Lauf auch dabei und sagte mir, er sei gerade vorbei gelaufen, als ein Notarzt Wiederbelebungsversuche machte. Eigentlich wollte er zum Ende noch etwas zulegen, hat es dann aber sein lassen