Merz mit seiner Blackrock-Vergangenheit wäre natürlich der Knaller
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Moderator: Moderator
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Also ich bin für Röttgen. Er innert mich an einen netten Abteilungsleiter, den ich mal hatte.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Dann tippe ich auf Laschet als Kanzler und Baerbock als Vizekanzlerin. Grün-Schwarz wird Regierung bilden und alle sind zufrieden. Weiter so!Cogi Tatum hat geschrieben:Der Ordnung halber: Laschet ist es geworden.
Das ist meiner Meinung nach gut für den Kanzlerkandidaten Söder und gut für schwarz-grün (wenn nicht ein Wunder geschieht und die FDP wie Phoenix aus der Asche steigt und schwarz-gelb eine solide Option wird). Und gut für das Land...wenn Merz wieder die beleidigte Leberwurst gibt und sich hoffentlich dauerhaft aus dem Politikbetrieb verpfeift.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Keine andere Paarung.Cogi Tatum hat geschrieben:Nee. Söder und Habeck. Das ist doch logisch.keko hat geschrieben:Dann tippe ich auf Laschet als Kanzler und Baerbock als Vizekanzlerin.
Kanzler und Vizekanzler sind Posten für Alphatiere. Da bekommen Laschet und Baerbock keinen Fuß auf den Boden.
Hat jemand andere Paarungen im Sinn?
Ich sehe es auch so (kommen).
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Oje.... und wohl Merz WirtschaftsministerCogi Tatum hat geschrieben:Nee. Söder und Habeck. Das ist doch logisch.keko hat geschrieben:Dann tippe ich auf Laschet als Kanzler und Baerbock als Vizekanzlerin.
Kanzler und Vizekanzler sind Posten für Alphatiere. Da bekommen Laschet und Baerbock keinen Fuß auf den Boden.
Hat jemand andere Paarungen im Sinn?
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Folgende Konstelation fände ich ideal:Cogi Tatum hat geschrieben:Wer aus der Union sollte Merz aus welchen Grund als Wirtschaftsminister wollen?keko hat geschrieben:Oje.... und wohl Merz Wirtschaftsminister
Der würde doch nur stänkern. Parteiintern und gegen den grünen Koalitionspartner.
Um den Mittelstand, einen Teil der klassischen Unionsklientel bei Laune zu halten braucht es ja keinen Merz als dessen Sprachrohr.
Den Unternehmern reicht es wenn die Subventionen und Entlastungen heimlich, still und leise eingefädelt werden und funktionieren.
Für einen Fürsprecher Friedrich Merz kann sich "die Wirtschaft" nichts kaufen, wenn Merz -meist sensibel wie ein Metzgershund- mit seinen neokonservativen Forderungen die Arbeitnehmer verschreckt, Verteilungsdebatten befeuert und die Wähler zur SPD treibt.
Kanzler: Laschet (als brave Figur zum Abnicken a la Biden)
Vize: Baerbock (für die Frauen und um die "grüne Wende" voranzutreiben)
Wirtschaft: Merz (um den neoliberalen Kurs zu verfestigen)
Alle wären irgendwie oberflächlich befriedigt und es läuft weiter so.
Letztendlich ist es aber egal. Mal sehen, wen wir bekommen.
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captainbeefheart
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Für mich gut sichtbar, dass wir zwei, seit Jahren stetig wachsende, Politikprobleme haben: Zum einen geht es (fast) nur um Personen (relevant ist z.B. ob jemand überfordert wirkt) und nicht um politische Positionen, um Zukunftsentwürfe für unsere Gesellschaft, die verhandelt und durchgesetzt werden wollen. Zum anderen sind diese politischen Positionen z.B. im Fall der Regierungsparteien mittlerweile so nah beieinander, das es kaum Unterschiede gibt und u.a. dadurch die Ränder gestärkt werden.
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Da stimme ich dir im Prinzip zu. Wobei ich mir auch wieder hier die Frage stelle, wer davon profitieren könnte und wer nicht. Man kann es ja auch als Vorteil ansehen, wenn man sich als Wähler nur mit den Köpfen von Politikern beschäftigt und nicht mit den Inhalten und sich irgendwann davon abwendet. Denn dann kann man in Ruhe seine Politik machen.captainbeefheart hat geschrieben:Für mich gut sichtbar, dass wir zwei, seit Jahren stetig wachsende, Politikprobleme haben: Zum einen geht es (fast) nur um Personen (relevant ist z.B. ob jemand überfordert wirkt) und nicht um politische Positionen, um Zukunftsentwürfe für unsere Gesellschaft, die verhandelt und durchgesetzt werden wollen. Zum anderen sind diese politischen Positionen z.B. im Fall der Regierungsparteien mittlerweile so nah beieinander, das es kaum Unterschiede gibt und u.a. dadurch die Ränder gestärkt werden.
Zum zweiten: ich wähle längst keine etablierten Parteien mehr. Gelandet bin ich bei der Partei Der Partei, wo ich auch Parteimitglied bin. Das ist quasi die letzte Station vor dem Nichtwählerstatus. Meine Hoffnung behalte ich aber, dass irgendwer eine echte Alternative gründet. SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Gegenfrage: Glaubst du, dass Frau Merkel und ihre Regierung bei den großen Fragen über Migration, Digitalisierung, Außenpolitik und Klimawandel sich vielleicht wöchentlich trifft und nach rationaler Abwägung der Fakten zum Wohle der Bevölkerung Entscheidungen trifft?Cogi Tatum hat geschrieben:Dann frage ich mich aber, wer davon profitieren könnte wenn behauptet wird "SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche".keko hat geschrieben:Da stimme ich dir im Prinzip zu. Wobei ich mir auch wieder hier die Frage stelle, wer davon profitieren könnte und wer nicht. ....SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche.captainbeefheart hat geschrieben:...Zum anderen sind diese politischen Positionen z.B. im Fall der Regierungsparteien mittlerweile so nah beieinander, das es kaum Unterschiede gibt und u.a. dadurch die Ränder gestärkt werden....
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Das ist zutreffend. Erlaube mir 3 Einwände:Cogi Tatum hat geschrieben:Dann frage ich mich aber, wer davon profitieren könnte wenn behauptet wird "SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche".keko hat geschrieben:Da stimme ich dir im Prinzip zu. Wobei ich mir auch wieder hier die Frage stelle, wer davon profitieren könnte und wer nicht. ....SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche.captainbeefheart hat geschrieben:...Zum anderen sind diese politischen Positionen z.B. im Fall der Regierungsparteien mittlerweile so nah beieinander, das es kaum Unterschiede gibt und u.a. dadurch die Ränder gestärkt werden.
In weniger als einer Minute ergoogelt: In einem Beitrag die unterschiedliche Positionen o. g. Parteien zur Bewaffnung von Drohnen (für mich eine "große Frage").
Guckst Du: https://www.deutschlandfunk.de/bundeswe ... _id=489440
Achtung Spoiler:
CDU: Dafür
SPD: Zum Teil dafür und zum Teil dagegen
Grüne: Dagegen
FDP: Dafür
Mag jemand die verschiedenen "gleichen" Antworten auf andere großen Fragen wie Klimawandel, Energiewende, Rentenreform, Wahlrechtsreform, Waffenlieferungen, etc. heraussuchen?![]()
In dem gewählten Beispiel ist die Schnittmenge schon mal recht groß. Das ist auch bei anderen Themen so, dass nicht alle 4, aber oft eben 2 oder 3 der genannten Parteien ähnliche Positionen haben.
Zweitens ist das eine Zeitpunktbetrachtung. Wenn Du politische Positionen im Zeitverlauf betrachtest, findet in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Konvergenz statt. Beispiel Atomkraft.
Drittens hast Du Parteiprogramme verglichen, also Positionen auf dem Papier (zu einem bestimmten Zeitpunkt). „Theoretische“ Positionen in Parteiprogrammen unterscheiden sich in der politischen Praxis von dem gesprochenen Wort und noch mehr von politischen Handlungen. Letztere sind entscheidend für die Wahrnehmung der tatsächlichen Politik. Und ich denke hier ist die Konvergenz eindeutig und nicht ganz überraschend, haben wir doch schon ziemlich lang eine „große Koalition“.
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Bei kleineren Dingen gibt es schon mal kontroverse Diskussionen. In den großen Fragen herrscht letztendlich große Einigkeit.captainbeefheart hat geschrieben:......
In dem gewählten Beispiel ist die Schnittmenge schon mal recht groß. Das ist auch bei anderen Themen so, dass nicht alle 4, aber oft eben 2 oder 3 der genannten Parteien ähnliche Positionen haben....
Ebenso kann man in der Lokalpolitik etwas ändern (neuer Kindergarten etc.). In der großen Politik kaum, auch Merkel nicht.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Es gibt Punkte, z.B. der weltweite Hunger, bei der Einigkeit erwünscht ist. Das muss also nicht grundsätzlich immer schlecht sein.Cogi Tatum hat geschrieben:Und wo ist jetzt das Problem, bzw. wo liegt der Hund begraben?keko hat geschrieben:Bei kleineren Dingen gibt es schon mal kontroverse Diskussionen. In den großen Fragen herrscht letztendlich große Einigkeit.captainbeefheart hat geschrieben:......
In dem gewählten Beispiel ist die Schnittmenge schon mal recht groß. Das ist auch bei anderen Themen so, dass nicht alle 4, aber oft eben 2 oder 3 der genannten Parteien ähnliche Positionen haben....
Ebenso kann man in der Lokalpolitik etwas ändern (neuer Kindergarten etc.). In der großen Politik kaum, auch Merkel nicht.
Es gibt bei mehreren wichtigen Themen ähnliche Meinungen bei den Wählern von etablierten Parteien (z. B. Rücknahme der AKW-Laufzeitenverlängerung unter dem Eindruck von Fukushima), es gibt eine von Vernunft angetriebene Bereitschaft zu Kompromissen und zu Koalitionen und es gibt trotzdem in und unter den etablierten Parteien deutlich unterschiedliche Positionen von unterschiedlichen Personen....
Problematischer sehe ich es bei der Wirtschaftspolitik oder der Aussenpolitik. Es ist also von Fall zu Fall verschieden.
Die aktuelle Corona-Politik sehe ich diesbezüglich auch kritisch. Es sind massive Einschränkungen. Hier vor Ort gibt es erste Geschäftsaufgaben. Wo ist die Diskussion in den Parlamenten? Wo die Opposition mit Alternativen?
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Wo der Hund begraben liegt?Cogi Tatum hat geschrieben:Und wo ist jetzt das Problem, bzw. wo liegt der Hund begraben?keko hat geschrieben:Bei kleineren Dingen gibt es schon mal kontroverse Diskussionen. In den großen Fragen herrscht letztendlich große Einigkeit.captainbeefheart hat geschrieben:......
In dem gewählten Beispiel ist die Schnittmenge schon mal recht groß. Das ist auch bei anderen Themen so, dass nicht alle 4, aber oft eben 2 oder 3 der genannten Parteien ähnliche Positionen haben....
Ebenso kann man in der Lokalpolitik etwas ändern (neuer Kindergarten etc.). In der großen Politik kaum, auch Merkel nicht.
Es gibt bei mehreren wichtigen Themen ähnliche Meinungen bei den Wählern von etablierten Parteien (z. B. Rücknahme der AKW-Laufzeitenverlängerung unter dem Eindruck von Fukushima), es gibt eine von Vernunft angetriebene Bereitschaft zu Kompromissen und zu Koalitionen und es gibt trotzdem in und unter den etablierten Parteien deutlich unterschiedliche Positionen von unterschiedlichen Personen.
Wenn ich mich mit den Positionen eines z. B. Carsten Linnemann (CDU) und denen eines Anton Hofreiter (Grüne) beschäftige und diese vergleiche, dann ist es danach doch ...ähm... nicht zu Ende gedacht zu schreiben, "SPD, CDU, Grüne und die FDP machen in den großen Fragen letztendlich alle das Gleiche".
Darin steckt für mich etwas zu viel undifferenziertes Wehklagen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Hof ... Positionen
https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_L ... ntroversen
Ich bezog mich auf Deine Aussage, "Laschet wirkt auf mich schon als MP häufig überfordert. Sein Aufstieg zum Parteivorsitzenden würde dem Peter-Prinzip folgen",
Daraufhin antwortete ich: "Für mich gut sichtbar, dass wir zwei, seit Jahren stetig wachsende, Politikprobleme haben: Zum einen geht es (fast) nur um Personen (relevant ist z.B. ob jemand überfordert wirkt) und nicht um politische Positionen, um Zukunftsentwürfe für unsere Gesellschaft, die verhandelt und durchgesetzt werden wollen. Zum anderen sind diese politischen Positionen z.B. im Fall der Regierungsparteien mittlerweile so nah beieinander, das es kaum Unterschiede gibt und u.a. dadurch die Ränder gestärkt werden"
Meine Wahrnehmung ist, dass es (leider) immer noch mehr um Personen und deren Wahrnehmung (und das damit verbundene PR-Geklingel )geht und eben nicht mehr um das kontroverse Ringen zu herausfordernden Themen. Mir ist es ziemlich wurscht, wie Laschet wirkt, oder wie der Typ, der das Corona-Impf-Bevorzugungsthema angesprochen hat heißt und was er für ein kruder SPD-Typ sein mag. Mir geht es um die Inhalte. Und da schaut es seit Jahren sehr mau aus, obwohl wir heftige gesellschaftliche Themen anzupacken hätten, Wo bleibt bspw. eine echtes Ringen um die Neu-Konstruktion unserer Sozialversicherungssysteme inkl. der Frage des Basiseinkommens etc.? Es geht ad hominem (wie übrigens in den sozialen Medien auch nach ein zwei Wortwechseln) und nicht ad rem. Hier liegt für mich ein ziemlich dicker Hund begraben.
Und gleichzeitig (nein ,das ist nicht diffus, schau mal hier: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ ... listischer) ist die politische "Mitte" mittlerweile so bevölkert und der Mainstream so nah beieinander, dass davon vor allem die AfD profitiert. Und auch da liegt für mich ein ziemlich dicker Hund begraben.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Bleib mal realistischkeko hat geschrieben:Wo die Opposition mit Alternativen?
Was erwartest du denn insbesondere von FDP, AfD und Linken (außer Rumgequäke)?
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Ich sehe das tatsächlich anders (das hat nichts mit meiner optimistischen oder pessimistischen Grundhaltung zu tun) und das beginnt schon bei der Frage, wie ich Parteien (bzw. Institutionen wie Parteien im allgemeinen) definiere: Im Kern sind sie nichts anderes als Kommunikation, Kommunikation um eine oder mehrere Ideen, um einen bestimmten Zweck, sie sind recht stabil und letztlich unabhängig von der Existenz bzw. dem Beitrag einzelner Personen. Es spielt keine Rolle, ob bspw. Norbert Blüm in der CDU ist, oder nicht, die CDU und ihren Zweck und ihre Ideen gibt es auch ohne ihn (q.e.d.).Cogi Tatum hat geschrieben:Ich sehe das Problem nicht. Bist Du zu pessimistisch und zu problemorientiert oder bin ich zu optimistisch und glücksbesoffen?captainbeefheart hat geschrieben:...Meine Wahrnehmung ist, dass es (leider) immer noch mehr um Personen und deren Wahrnehmung (und das damit verbundene PR-Geklingel )geht und eben nicht mehr um das kontroverse Ringen zu herausfordernden Themen. Mir ist es ziemlich wurscht, wie Laschet wirkt, oder wie der Typ, der das Corona-Impf-Bevorzugungsthema angesprochen hat heißt und was er für ein kruder SPD-Typ sein mag. Mir geht es um die Inhalte. Und da schaut es seit Jahren sehr mau aus, obwohl wir heftige gesellschaftliche Themen anzupacken hätten...![]()
In den Parteien wirken natürliche Personen, die sich zunächst um möglichst viel Einfluß in ihrer Partei und dann um möglichst viel Einfluß in Stadt, Kreis, Land, Bund bemühen. Die Parteien bestehen aus Personen. Warum (zur Hölle) sollte man sich nicht viel mit den Positionen von ntürlichen Personen beschäftigen? Zumal es die unterschiedlichen Personen sind, welche die Unterschiede ausmachen (z. B. die o. g. Linnemann vs. Hofreiter oder auch Hans-Georg Maaßen (CDU) vs. Claudia Roth von den Grünen, Julia Klöckner (CDU) vs. den Grünen Hans-Christian Ströbele oder Volker Beck)?
...
Parteimitglieder ordnen im Laufe ihrer "Parteikarriere" ihre eigenen An- und Einsichten sehr weitgehend dem Partei-Zweck unter, sie werden zu ehrgeizigen Funktionären - und die Karrieren enden dann recht abrupt, wenn sie das Geländer des Zeitgeists in ihrer Partei zu oft und zu lange loslassen. Und genau weil das so ist, schleifen sich innerhalb einer Partei und auch über die Parteien hinweg die prinzipiell vielfältigen eigenen Standpunkte ziemlich glatt.
Insofern - um auf Deinen Ausgangspost zurückzukommen, -ist es für mich tatsächlich wurscht, ob Laschet überfordert wirkt, Röttgen von Merkel mal entlassen wurde und Merz als realitätsferner weißer Mann, der gern austeilt, aber schlecht einstecken kann, einzuordnen ist.
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captainbeefheart
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Nein, das ist eine gute Sache. Wir bzw. "der parteipolitische Mainstream" sollten aber nicht nur oberflächlich zusammenrücken (gegen jemanden zusammenstehen gibt ein wohliges Gefühl von Kohäsion), sondern die Ursachen für das Erstarken der populistischen Rechten anpacken - und die liegt u.a. in der Gesichts- und Perspektivenlosigkeit der inhaltlichen politischen Auseinandersetzung mit den heftigen Herausforderungen unserer Gesellschaft.Cogi Tatum hat geschrieben:... Oder spricht etwas dagegen die AfD massiv abzulehnen und gegen dumpfe nationalistische Dummheit zusammenzurücken?captainbeefheart hat geschrieben:...Meine Wahrnehmung ist, dass es (leider) immer noch mehr um Personen und deren Wahrnehmung (und das damit verbundene PR-Geklingel )geht und eben nicht mehr um das kontroverse Ringen zu herausfordernden Themen. Mir ist es ziemlich wurscht, wie Laschet wirkt, oder wie der Typ, der das Corona-Impf-Bevorzugungsthema angesprochen hat heißt und was er für ein kruder SPD-Typ sein mag. Mir geht es um die Inhalte. Und da schaut es seit Jahren sehr mau aus, obwohl wir heftige gesellschaftliche Themen anzupacken hätten...