Unter der Voraussetzung eines identischen Fahrprofils kann ein Automatikgetriebe konstruktionsbedingt einen ungünstigeren mechanischen Wirkungsgrad aufweisen als ein manuell geschaltetes Getriebe. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Übersetzungsstufen des Automaten identisch mit den Übersetzungsstufen des Handschalters wären (was sie i.d.R. aber nicht sind)
Ein optimal abgestimmtes Automatikgetriebe mit entsprechender Achsübsetzung und lastabhängigen Schaltpunkten wird in Punkto Verbrauch einem Handschalter im langfristigen Mittel überlegen sein.
Offensichtlich hat es sich noch nicht bei jeden herumgesprochen, daß die Fahrweise ganz entscheidend für den Verbrauch ist. Ich habe es schon zigmal getestet: z.B mit dem 2.3 VR5: Hanau-München, digitale Fahrweise, ca. 14-15 l/100 km. Gleiches Fahrzeug, moderate Fahrweise, Tempomat bei 150 km/h eingeloggt: ca. 9-10 l/100 km, Zeit verlust max. 10-15 min auf einer Strecke von 380 km. Ähnliches Resultat mit dem 2.0TDI, digital ca. 8-9 l/100 km, moderat < 7 l/100 km. Und es wäre noch weniger, wenn ich keinen Partikelfilter hätte. Der Partikelfiler verursacht beim VW TDI einen Mehrverbrauch im Praxisbetrieb von ca. 10%, BMW hat das wesentlich besser hinbekommen.
Die elektronischen Eingriffe in die Motor- und Getriebsteuerung würden den Praxisverbrauch, entsprechende Fahrweise vorausgesetzt, signifikant reduzieren. Es wird aber nicht oder selten angeboten, weil die Akzeptanz im männlichen(?) Kundensegment nicht gegeben ist; Eure Postings belegen diese Aussage auf's Beste.
Die entsprechende Technik, Fahrzeuge mit einem Verbrauch < 140 g CO2 /km zu produzieren ist vorhanden. Die Bereitschaft, diese Fahrzeuge auch tatsächlich zu kaufen ist nur mangelhaft ausgeprägt. Man(n) fährt halt lieber den 535i oder den E320 oder den Q7 als einen Öko-Golf.
vb_man hat geschrieben:Die Bereitschaft, diese Fahrzeuge auch tatsächlich zu kaufen ist nur mangelhaft ausgeprägt. Man(n) fährt halt lieber den 535i oder den E320 oder den Q7 als einen Öko-Golf.
Oder einen Audi A2, eine wirklich geniele Kiste, leider vollkommen falsch beworden. Dagegen verkauft sich diese MINI-Scheißkiste die warme Semmeln !
vb_man hat geschrieben:Offensichtlich hat es sich noch nicht bei jeden herumgesprochen, daß die Fahrweise ganz entscheidend für den Verbrauch ist.
Das ist das eigentliche Problem bei der geplanten Regelung: ein Ferrari, der in Deutschland z. B. im Mittel keine 2000km im Jahr bewegt wird, mag noch so viel CO2 produzieren, er trägt einfach nicht zur Bilanz bei. Aber Millionen von Karren, die weiterhin unsinnige Wege gefahren werden und hübsch 119.9g freisetzen, bleiben das Problem...
Fastforward hat geschrieben:
Oder einen Audi A2, eine wirklich geniele Kiste, leider vollkommen falsch beworden. Dagegen verkauft sich diese MINI-Scheißkiste die warme Semmeln !
Sorry! Aber wenn ich die Wahl zwischen diesen beiden Autos hätte, würde ich (den ökolischen Punkt jetzt mal ausgeklammert,weil keine Ahnung) immer den MINI nehmen. Bist Du mit dem schon mal Kurven gefahren?
vb_man hat geschrieben:Also noch mal zum Verständnis:
Unter der Voraussetzung eines identischen Fahrprofils kann ein Automatikgetriebe konstruktionsbedingt einen ungünstigeren mechanischen Wirkungsgrad aufweisen als ein manuell geschaltetes Getriebe. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Übersetzungsstufen des Automaten identisch mit den Übersetzungsstufen des Handschalters wären (was sie i.d.R. aber nicht sind)
Ein optimal abgestimmtes Automatikgetriebe mit entsprechender Achsübsetzung und lastabhängigen Schaltpunkten wird in Punkto Verbrauch einem Handschalter im langfristigen Mittel überlegen sein.
Offensichtlich hat es sich noch nicht bei jeden herumgesprochen, daß die Fahrweise ganz entscheidend für den Verbrauch ist. Ich habe es schon zigmal getestet: z.B mit dem 2.3 VR5: Hanau-München, digitale Fahrweise, ca. 14-15 l/100 km. Gleiches Fahrzeug, moderate Fahrweise, Tempomat bei 150 km/h eingeloggt: ca. 9-10 l/100 km, Zeit verlust max. 10-15 min auf einer Strecke von 380 km. Ähnliches Resultat mit dem 2.0TDI, digital ca. 8-9 l/100 km, moderat < 7 l/100 km. Und es wäre noch weniger, wenn ich keinen Partikelfilter hätte. Der Partikelfiler verursacht beim VW TDI einen Mehrverbrauch im Praxisbetrieb von ca. 10%, BMW hat das wesentlich besser hinbekommen.
Die elektronischen Eingriffe in die Motor- und Getriebsteuerung würden den Praxisverbrauch, entsprechende Fahrweise vorausgesetzt, signifikant reduzieren. Es wird aber nicht oder selten angeboten, weil die Akzeptanz im männlichen(?) Kundensegment nicht gegeben ist; Eure Postings belegen diese Aussage auf's Beste.
Die entsprechende Technik, Fahrzeuge mit einem Verbrauch < 140 g CO2 /km zu produzieren ist vorhanden. Die Bereitschaft, diese Fahrzeuge auch tatsächlich zu kaufen ist nur mangelhaft ausgeprägt. Man(n) fährt halt lieber den 535i oder den E320 oder den Q7 als einen Öko-Golf.
Eigentlich wollte ich Dir ja zu diesem Statement gratulieren, aber dann habe ich einen grundsätzlichen Fehler bemerkt: das Verständnis dessen was Du schreibst setzt zumindest rudimentär vorhandene Restintelligenz voraus. Daran habe ich nach den letzten Seiten hier partielle Zweifel.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
vb_man hat geschrieben:Die elektronischen Eingriffe in die Motor- und Getriebsteuerung würden den Praxisverbrauch, entsprechende Fahrweise vorausgesetzt, signifikant reduzieren. Es wird aber nicht oder selten angeboten, weil die Akzeptanz im männlichen(?) Kundensegment nicht gegeben ist; Eure Postings belegen diese Aussage auf's Beste.
Ich wiederhols gerne nochmal: bisher waren die direkten Vergleiche immer zugunsten der Schaltwagen positiv und selbst wenn beide gleich viel verbrauchen würden, würde ich ums Verrecken keinen Automatikwagen nehmen. Denn die Automatik (gemeint ist der Schaltvorgang) ist nach wie vor LAHM!
Die entsprechende Technik, Fahrzeuge mit einem Verbrauch < 140 g CO2 /km zu produzieren ist vorhanden. Die Bereitschaft, diese Fahrzeuge auch tatsächlich zu kaufen ist nur mangelhaft ausgeprägt. Man(n) fährt halt lieber den 535i oder den E320 oder den Q7 als einen Öko-Golf.
Und genau deshalb muss halt der Gesetzgeber her. Ist doch alles ganz einfach.
Linus hat geschrieben:Eigentlich wollte ich Dir ja zu diesem Statement gratulieren, aber dann habe ich einen grundsätzlichen Fehler bemerkt: das Verständnis dessen was Du schreibst setzt zumindest rudimentär vorhandene Restintelligenz voraus. Daran habe ich nach den letzten Seiten hier partielle Zweifel.
Schönes Statement. Bitte führe das doch mal näher aus. Danke!
vb_man hat geschrieben:Die elektronischen Eingriffe in die Motor- und Getriebsteuerung würden den Praxisverbrauch, entsprechende Fahrweise vorausgesetzt, signifikant reduzieren. Es wird aber nicht oder selten angeboten, weil die Akzeptanz im männlichen(?) Kundensegment nicht gegeben ist; Eure Postings belegen diese Aussage auf's Beste.
Ich wiederhols gerne nochmal: bisher waren die direkten Vergleiche immer zugunsten der Schaltwagen positiv und selbst wenn beide gleich viel verbrauchen würden, würde ich ums Verrecken keinen Automatikwagen nehmen. Denn die Automatik (gemeint ist der Schaltvorgang) ist nach wie vor LAHM!
Zählst Du da auch das DSG (Direkt-Schalt-Gertiebe) von VW zu?
Beim Vergleich mit dem "normalen" Schaltgetriebe ist der Verbrauch IMHO gleich, die Geschwindigkeit auch und die theoretische Beschleunigung auch, was in der Praxis, da wir ja alle keine Rennfahrer sind, sogar zu einem leichten Vorteil des DSG führen dürfte.
Ich bin das DSG schon gefahren und war begeistert. Gerade im Stau und im Stadtverkehr führt es zu einer ruhigen und entspannten Fahrweise.
vb_man hat geschrieben:Die elektronischen Eingriffe in die Motor- und Getriebsteuerung würden den Praxisverbrauch, entsprechende Fahrweise vorausgesetzt, signifikant reduzieren. Es wird aber nicht oder selten angeboten, weil die Akzeptanz im männlichen(?) Kundensegment nicht gegeben ist; Eure Postings belegen diese Aussage auf's Beste.
Ich wiederhols gerne nochmal: bisher waren die direkten Vergleiche immer zugunsten der Schaltwagen positiv und selbst wenn beide gleich viel verbrauchen würden, würde ich ums Verrecken keinen Automatikwagen nehmen. Denn die Automatik (gemeint ist der Schaltvorgang) ist nach wie vor LAHM!
Zählst Du da auch das DSG (Direkt-Schalt-Gertiebe) von VW zu?
Beim Vergleich mit dem "normalen" Schaltgetriebe ist der Verbrauch IMHO gleich, die Geschwindigkeit auch und die theoretische Beschleunigung auch, was in der Praxis, da wir ja alle keine Rennfahrer sind, sogar zu einem leichten Vorteil des DSG führen dürfte.
Ich bin das DSG schon gefahren und war begeistert. Gerade im Stau und im Stadtverkehr führt es zu einer ruhigen und entspannten Fahrweise.
thilo69 hat geschrieben:Zählst Du da auch das DSG (Direkt-Schalt-Gertiebe) von VW zu?
Beim Vergleich mit dem "normalen" Schaltgetriebe ist der Verbrauch IMHO gleich, die Geschwindigkeit auch und die theoretische Beschleunigung auch, was in der Praxis, da wir ja alle keine Rennfahrer sind, sogar zu einem leichten Vorteil des DSG führen dürfte.
Ich bin das DSG schon gefahren und war begeistert. Gerade im Stau und im Stadtverkehr führt es zu einer ruhigen und entspannten Fahrweise.
Ja, Touran mit Automatik, mit DSG und mit Schaltung. Zwischen der Automatik und dem DSG konnte ich jedenfalls keinen gravierenden Unterschied feststellen.