Nils hat geschrieben:Wagnerli hat geschrieben:
Meine Große sagte nach ihren Praktikum an einer Offenbacher Schule, dass dringend Kurse zur Konfliktlösungen an den Schule angeboten werden sollten.
Wäre schön. An unserer Schule gibt es EINE Schulsozialarbeiterin mit einer 0,75 Stelle. Wir haben ca. 3500 Schüler. Klar federn wir Lehrer bereits vieles ab - aber es gibt einige Fälle, da stoßen wir an unsere Grenzen. Wir haben traumatisierte "Flüchtlings"klassen, Berufsvorbereitungsklassen, Handelsschule,...auch bei den "normalen" Azubis haben wir regelmäßig richtige "Kaliber". Regelmäßig müssen sie von der Schule befreit werden, weil sie Gerichtstermine haben. Teilweise haben die Jungs und Mädchen so viele Baustellen, an denen sie arbeiten müssten, dass sie und uns das überfordert. Hilfe gibt es leider nur wenig bzw. man muss sich ja auch um die "guten" Schüler kümmern und diese fördern.
Unsere Schule (und wir sind keine besonders konfliktreiche Schule) bräuchte mindestens noch ein bis zwei Schulsozialarbeiter...
Meine Tochter studiert Erziehungswissenschaften und ich auch der Meinung, dass die Lehrer das nicht leisten können. Sie hat während des Praktikums viel mit traumatisierten Flüchtlingskinder und verhaltensauffälligen Kindern gearbeitet.
Das wird ja auch ihr Job in Zukunft sein. An dieser gibt es auch nur einen Sozialarbeiter und das ist zu wenig.
Sophia hat versucht umzusetzen, was sie im Studium gelernt hat, kam aber auch an ihre Grenze, wo sie meinte, das muss ein Schulpsychologe mit den Kinder aufarbeiten.
Ich glaube auch, dass Erziehungswissenschaftler die Lehrer gut unterstützen könnten, aber das kostet Geld und Deutschland gibt zu wenig für Bildung aus !
Die Lehrer an dieser Gesamtschule zeigen riesen Einsatz, aber sie brauchen mehr Hilfe.
Wenn Kinder zu Hause auch nur angebrüllt werden oder es normal ist, wenn es eine Ohrfeige gibt, braucht man sich nicht wundern, wenn sie ihre Konflikte genauso lösen wollen.